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Tauchsafari M/Y Quick Shadow - Brothers/Daedalus/Elphinstone - Tag 1

17. September 2009 | 1 Kommentare | Geschrieben in Tauchen, Unterwasserfotografie

Endlich hatte das monatelange Warten ein Ende. Es war der 07.07.2009 - 8.00h. Unsere kleine Gruppe saß am Frühstückstisch eines kleinen Düsseldorfer Hotels. Wir waren völlig entspannt, da wir den Air-Berlin Late-Night Check-In am Vorabend in Anspruch genommen hatten und wir bereits völlig abreisebereit waren. Gegen 9.00h fuhr unser Shuttle für den Flughafentransfer vor und es ging endlich los. Es machte sich Urlaubsfeeling breit, aber Vorsicht - wir mussten noch durch die Flughafenkontrolle.

Ich führte drei Handgepäcksstücke mit mir - das Gewicht schätze ich auf knappe 15 kg. Wir näherten uns der ersten Hürde und mussten Pass und Bordkarte vorzeigen. Es folgten komische und fragende Blicke, aber die Dame blieb stumm. Die erste Hürde war mit einem netten Lächeln genommen. Es folgte das obligatorische “Durchleuchten” des Gepäcks und das Abtasten meinerseits. Ich sah plötzlich nur noch Fragezeichen in den Augen der Beamten und hörte den Herren hinter dem Monitor: “Was ist das denn bitte?!?”. Ich erklärte Ihm, dass es sich dabei um ein Unterwassergehäuse, Unterwasserblitze, Laptop, Kameras und Objektive handelt. Er winkte freundlich ab und ich durfte passieren. Ich nahm verwundert meine Sachen und ging, denn ich habe mit dem klassischen Sprengstofftest gerechnet - der nicht kam.

Voller Freude, dass die letzte Hürde genommen war, gingen wir in den Duty Free Shop und kauften jede Menge ein. Dass wir uns an der falschen Kasse angestellt hatten und dreimal länger warten mussten, hat die gute Laune nicht zerschlagen können. Ein Blick auf die Uhr verriet uns, dass wir einen Gang höher schalten mussten, denn die “Bording Time” hatte bereits angefangen und unser Flieger war noch nicht in Sicht. Die Zeit reichte allerdings noch für eine Zigarette in den Raucherbunkern. Kaum in der richtigen Wartehalle angekommen, konnten wir in den Bus einsteigen und es folgte eine lange Reise über die Rollfelder des Düsseldorfer Flughafens.

Ein paar Minuten später waren wir bereits in der Luft und haben uns Cartoons angeguckt. Leider ist die Entertainment-Anlage nicht voll funktionsfähig gewesen, sodass wir ohne Sound vorlieb nehmen mussten. Mein Highlight des Flugs war das leckere Essen. Kurz nach dem Start haben wir uns nämlich ein Gericht aus der Sansibar Karte ausgesucht. Das hat zwar ein paar Euros gekostet (völliger Wucher), aber es war lecker. Wie oft kann man eine (fast) frische Currywurst schon in der Luft essen? Hut ab, das ist wirklich gelungen.

Nach gut 5 Stunden sind wir endlich in Marsa Alam angekommen und konnten aussteigen. Auf dem Rollfeld rannten wir zunächst gegen eine Hitzewand. Es war heiss und windstill. Eine sehr unschöne Kombination in Ägypten. Ich genieße die ersten Atemzüge ägyptischer Wüstenluft. Wunderbar, wir sind endlich da! Der Bus setze uns vor dem Flughafengebäude ab, wo eine Art Massenpanik herrschte. Jeder Ankömmling versuchte als Erster zu seinem Reiseveranstalter zu kommen und das Visum zu erhaschen. Schweingrippe - die Ägypten haben darauf eine Antwort. Ich frage mich zwar bis heute, was mit dem (Schweinegrippe-)Blättern, die wir ausgefüllt haben, passiert ist. Das wird wahrscheinlich ein weiteres Mysterium bleiben. Einige Touristen wurden aus der Schlange entfernt und mussten sich einiger Tests unterziehen. Schwer bewaffnet mit Ohrfiberthermometern gingen die Ägypter auf die Touristen los. Die Organisation dieser Präventivmassnahme trug zu unserer Belustigung bei und verkürzte die Wartezeit.

Zwanzig Minuten später standen wir an der Gepäckausgabe und warteten auf unser Gepäck. Es kam und kam nicht. Die Halle lichtete sich langsam und es machte sich ein ungutes Gehühl in der Magengegend breit. Ohne Klamotten und ohne eigene Tauchausrüstung auf Safari? NEIN, BITTE NICHT! Puuuh … genau im letzten Wagen waren unsere Gepäckstücke, denn unsere Gruppe stand zwischenzeitlich völlig alleine am Band.

Am Flughafenausgang wurden wir dann von Judith von Bluewater Safaris freundlich umarmt und begrüsst. Es folgte ein kurzes Briefing zum restlichen Tagesablauf und wir brachen zu unserem Van auf. Die Taschen waren schnell verstaut und es ging in Richtung Ras Ghalib, wo die M/Y Quick Shadow wartete. Dort wurden wir äußerst freundlich von der Crew empfangen. Wir haben einen kleinen Drink bekommen und konnten uns kurz in dem klimatisiertem Salon ausruhen. Kurze Zeit später folgte eine Einweisung in das Boot und der Papierkram, wie z.B. Passkopien, Brevet, Logbuch und Tauchversicherung. Das notwendige Übel war schnell erledigt, sodass wir unsere Kabinen beziehen konnten. Die Kabinen waren sauber und übersichtlich, aber keine 5 * Suite. Wer das erwartet, sollte lieber einen Hotelurlaub in Betracht ziehen. Abends sind wir noch kurz zur Hafenpromenade gegangen und haben uns einen kleinen Drink in einer Bar gegönnt. Die Anreise war sehr angenehm, obwohl wir im Flugzeug viele “Schreihälse” hatten, die scheinbar ohne Eltern geflogen sind. Mit voller Vorfreude auf die tollen Tauchgänge sind wir in unsere Betten geklettert und haben von Walhaien, Mantas und Delfinen geträumt.

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1 Kommentar to “Tauchsafari M/Y Quick Shadow - Brothers/Daedalus/Elphinstone - Tag 1”

  1. Michi Says:

    Moin Moin!
    Toller Bericht muss ich sagen, hast ja noch einiges vor Dir!
    Für den den zweiten Tag kannst du dir hier ein paar Anregungen holen: http://www.genusstaucher.de/index.php?option=com_content&task=view&id=43&Itemid=59 …grins…
    Gruß Michi


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