Home / Fotografie, Unterwasserfotografie / Blog article: Sealife DC1200 - Unterwasserkamera für den Einstieg

Sealife DC1200 - Unterwasserkamera für den Einstieg

28. Oktober 2010 | keine Kommentare | Geschrieben in Fotografie, Unterwasserfotografie

Jeder Taucher hegt irgendwann den Wunsch ein paar Bilder mit nach Hause zu bringen. Der Eine bevorzugt Fotos, der Andere bevorzugt Filme. Beschäftigt man sich nun intensiver mit dem Thema fühlt man sich als Anfänger erschlagen. So war es zumindest bei mir als ich mich für meine erste Unterwasserkamera interessiert habe. Ich habe zig Foren gelesen, zig “Experten” gefragt und dann auch noch in die Tauchzeitschriften geguckt. Damals war der Trend für Unterwasserfotos zwar vorhanden, aber hatte noch lange nicht solche Ausmasse wie heute. Das Angebot war noch überschaubar und die Preise entsprechend gewürzt. Heute sieht das Ganze schon wieder ganz anders aus. Der Markt ist aus meiner Sicht völlig übersättigt und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Viele lassen sich den Wunsch nach ansehnlichen Unterwasserfotos viel Geld kosten. Das ist aber noch lange keine Garantie für gute Unterwasserfotos. Man sollte den Markt genau sondieren und abwägen, welche Kamerakombination aktuell die beste Wahl darstellt. Nicht umsonst, haben sich viele Kamerahersteller die tollen “Unterwassermodi” ausgedacht. Hierbei handelt sich lediglich um einen netten Marketinggag, der nach wie vor bei vielen Käufern zieht. Dieser Modus macht nichts anderes als den Weißabgleich, die Sättigung der Farben und die Schärfe zu intensivieren. All diese Vorgaben funktionieren natürlich nicht richtig, denn jede Situation ist einzigartig. Viel, viel wichtiger beim Kauf einer Kamera ist, dass man soviel wie möglich bei der Kamera manuell einstellen kann. Ein manueller Modus, wie man ihn bei allen Spiegelreflexkameras hat. Back to the roots? Nein, aber wir müssen die Einstellungen der Kamera dem Medium entsprechend anpassen. Unter Wasser herrschen völlig andere Bedingungen und diese Bedingungen machen die meisten Modi, die für Land gedacht sind, einfach unnütz.

Ein anderes entscheidendes Element für farbige Unterwasserfotos ist ein externer Blitz. Man kann in manchen Situationen auch darauf verzichten und z.B. mit Rotfiltern arbeiten, aber von nichts kommt nichts. Das nächste Merkmal ist auch extrem wichtig - die Kamera sollte so weitwinkelig wie möglich sein. Ein externer Weitwinkelkonverter hilft ungemein, auch wenn die Qualität darunter leidet. Wenn man nicht mit Qualitätseinbussen leben kann/möchte, dann bleibt sowieso nur der Weg zu einer Spiegelreflexkamera.

Besonders spannend wird es bei Digitalkameras immer bei der sog. Auslöseverzögerung. Das ist die Zeit, die zwischen dem Betätigen des Auslöseknopfes und dem wirklichen Bild liegt. Das kann sehr lästig werden, denn man weiß bei sich bewegenden Objekten nie, wann die Kamera genau auslöst. Umso kürzer die Verschlusszeit ist, desto besser.

Der manuelle Weissableich ist eine weitere lebenswichtige Funktion. Ohne manuellen Weissabgleich oder Fotos im RAW-Modus wird die selten richtig sein bzw. die Nutzung von Rotfiltern sehr beschränken.

Die Sealife DC1200 bringt viele wichtige Merkmale mit und stellt einen guten Einstieg in die Unterwasserfotografie dar. Man kann alles manuell einstellen, was man früher oder später machen wird, wenn man gute Ergebnisse erzielen möchte. Diese Kamera stellt einen guten Kompromiss dar - für unter 500 € mit Gehäuse. Ein weiterer Pluspunkt ist die breite und günstige Zubehörpalette. Man kommt günstig an Weitwinkelkonverter und Nahlinsen, die man evtl. früher oder später haben möchte. Wenn man gewillt ist, ein wenig mehr Geld zu investieren und gleich einen externen Blitz zu haben, dann sollte man sich das SeaLife Reefmaster DC-1200 Elite-Set anschauen.

Es gibt natürlich auch genügend Alternativen, wie z.B. die Sea&Sea DX-1G. Sea & Sea ist ein namenhafter Hersteller und ist seit Jahrzehnten  erfolgreich in der Branche tätig. Sicherlich sind auch Kombinationen von  “normalen” Kameras und entsprechenden Unterwassergehäusen möglich. Mein Favorit wäre z.B. eine Canon PowerShot G12 mit einem vernünftigen Unterwassergehäuse, wenn es kompakt und klein bleiben soll. Dann steigt der Preis natürlich schon entsprechend und dann muss man abwägen, ob es sich lohnt oder nicht. Für sind die beiden o.g. Modelle sicherlich die richtige Wahl.

Kommentar abgeben 304 Zugriffe, 4 von heute |

Verwandte Beiträge

  • keine verwandten Beiträge

Kommentar hinterlassen

-014-020-019-018-017-016-015-014-016-015