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DSLR: Live-View unter Wasser

10. Februar 2009 | 1 Kommentare | Geschrieben in Unterwasserfotografie, persönlich

eos_5d_mark_ii-350x320 Es gehört mittlerweile zum guten Tenor, dass eine moderne DSLR die sog. Live-View Funktion hat. Die Live-View Funktion ermöglicht, dass man beim Fotografieren nicht mehr zwangsläufig durch den optischen Sucher schauen muss, sondern das Bild auch auf dem Monitor sieht. Diese Funktion ist aus dem Bereich der Kompaktkameras und wurde vorrangig durch Olympus implementiert. Diese Funktion soll vielen Leuten den Umstieg erleichtern, weil viele sich davor scheuen nur noch durch den Sucher zu schauen.

Ich habe nun schon viele Kameras mit Live-View in der Hand gehabt. Angefangen mit meinem 40Ds. Dort kann man zwar Live-View benutzen, aber keinen Autofokus durchführen lassen. Das heisst, doch man kann einen AF durchführen, aber viel zu umständlich und unpraktikabel. Hierzu muss man in den CN Funktionen AF für Live-View aktivieren. Im Anschluss kann man dann in den Live-View Modus wechseln und auf eine sep. Taste namens AF-ON drücken. Siehe da - die Kamera fokussiert, aber hierzu muss der Spiegel erst wieder heruntergeklappt werden. Die Geschwindigkeit ist quasi für die Tonne. Bei anderen Modellen und Hersteller sieht es marginal anders aus. Es gibt noch Kontrast-AF bei Olypmus - alle Live-View Modi haben allerdings das gleiche Problem. Die Geschwindigkeit ist zumindest für ambitionierte DSLR Nutzer nicht tragbar. Einzig bei Markoaufnahmen mit Stativ hat mich der Live-View Modus überzeugt. Letztlich muss jeder selber wissen, ob man damit arbeiten möchte/kann.

Viel spannender ist doch die Frage, ob man unter Wasser die Live-View Funktion nutzen kann. Ich möchte niemanden enttäuschen, aber die Funktion ist unter Wasser noch schlechter nutzbar als an Land. Das liegt an mehreren Faktoren. Zunächst ist das Lichtangebot unter Wasser mit zunehmender Tiefe wesentlich geringerer und die Kamera, die über den Kontrast fokussiert, steigt sofort aus. Das ist logisch. Lediglich im Makrobereich mit sehr guten und hellen Fokuslampen könnte man evtl. Erfolg haben. Da macht uns aber die Geschwindigkeit einen Strich durch die Rechnung, egal ob die Kamera durch Kontrast-AF oder durch hoch- und runterklappen des Spiegels fokussiert, es ist mega langsam!!! Man wird nie den Moment festhalten können, den man plant zu fotografieren. Es wird immer eine Verzögerung geben.

Betrachtet man nun die Fakten ist es schon interessant, dass die Leute auf Vorteile verzichten möchten, die sie eigentlich durch eine DSLR bekommen. Die Fokussiergeschwindigkeit ist genial - ähnlich wie die 0,0 Sekunden Verzögerung. Mein Tipp: Kauft Euch einen vernünftigen Sucher bzw. achtet beim Kauf eines Unterwassergehäuses darauf, dass Ihr einen hochwertigen optischen Sucher verwenden könnt. Ich selber nutze den INON 45°-Winkelsucher und habe ein gigantisch großes und scharfes Sucherbild mit all den Vorzügen einer DSLR.

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1 Kommentar to “DSLR: Live-View unter Wasser”

  1. Paddy Says:

    LiveView bei der D90 kann zwar fookussieren, aber es fehlt einfach die vernünftige Messfeldanzeige. Der Speed ist wirklich fürn Ar***, verglichen mit einer Kompakten vielleicht nicht, aber den Vergleich sollte man eh lieber lassen. LiveView ist dann ganz hilfreich, wenn man unbemerkt fotografieren will, z.B. die Kamera auf dem Tisch im Café und dann einfach abdrücken wenn interessante Menschen vorbei kommen. Aber das hat natürlich alles nichts mit Unterwasser-Fotografie zu tun.


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