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Canon EF 100mm USM Makro Objektiv

5. Juni 2009 | keine Kommentare | Geschrieben in Objektive, Unterwasserfotografie

Vor ein paar Tagen habe ich bereits das Canon EF-S 60mm Makro vorgestellt. Das Canon EF 100mm USM MakroObjektiv habe ich ein knappes Jahr später gekauft. Auf den ersten Blick ist zwischen den beiden Objektiven kein großer Unterschied festzustellen – außer die Brennweite und das ist das Entscheidende. Mit dem Canon EF 100mm kann man einen wesentlich größeren Abstand zu dem Kleingetier halten. Das ist auf der einen Seite ein großer Vorteil, aber in der Unterwasserfotografie kann das auch ein großer Nachteil werden. Ist der Abstand zwischen dem Objekt und der Kamera zu groß, verblassen die Farben (egal was für einen Blitz man nutzt) und die Gesamtqualität wird verringert, weil wesentlich mehr Wasser (mit Sediment) zwischen Objekt und Kamera ist. Ich nutze das Objektiv ausschließlich für “Kleintier” wie z.B. Nacktschnecke oder andere kleine Lebewesen. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind sehr scheue Fische wie z.B. Anemonenfische. Wenn man diese kleinen Flitzer formatfüllend fotografieren möchte, braucht man diese Brennweite. Zusätzlich zu diesem Objektiv nutze ich den MacroMate Wetdiopter. Diese zusätzliche Linse (besteht aus mehreren Linsen) verringert den Mindestabstand ohne große Qualitätseinbussen. Gepaart mit dem 100mm Makro kann man Aufnahmen mit einer Abbildung von 3:1 erschaffen. Das ist schon gigantisch, denn so kann man auch Kopfportäts der kleinsten Tiere fotografisch festhalten.

Das Canon EF 100mm Makro hat bei mir das EF-S 60mm Makro verdrängt. Ich habe es in den letzten Urlauben nicht mehr eingesetzt. Im ersten Schritt ist es zwar wirklich gewöhnungsbedürftig damit Fotos zu schiessen, weil der Bildwinkel so gering ist, dass man mit dem Sucher wirklich ins Suchen kommt. Unter Wasser ist das eine zusätzliche Hürde, weil schon die kleinsten Strömungen die Objektfindung und das Fokussieren dramatisch erschweren.

Einem Anfänger würde ich nach wie vor raten erst mit einem Makro mit 50 oder 60mm Brennweite zu beginnen. Das 100mm Makro macht im nächsten Step umso mehr Spass, dennoch haben beide Objektive eine gleichzeitige Daseinsberechtigung, weil bei Nachttauchgängen ist das 60mm weitaus sinnvoller. An Land ist das 60mm Makro sehr gut für Portäts und ähnliches geeignet, obwohl das 100mm ein wesentlich schöneres Bokeh hat.

Ich kann jedem Canon Nutzer, egal ob APS-C oder Vollformat, dieses Objektiv ans Herz legen. Die Fokussierung ist ausgesprochen schnell und treffsicher. Dank USM ist das Objektiv beim Fokussieren fast lautlos, was nicht nur in der Unterwasserfotografie wichtig ist. Es gibt einige Fremdhersteller, die auch im Bereich von 100mm ein Makro anbieten, die natürlich nicht schlecht sind, aber meistens sehr laut beim Fokussieren sind. Aus diesem Grunde sind die Canon Objektive für mich erste Wahl.

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