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Buch zur digitalen Unterwasserfotografie

25. Juni 2009 | keine Kommentare | Geschrieben in Buch, Fotografie, Unterwasserfotografie

Die Unterwasserfotografie ist in den letzten Jahren dank des digitalen Zeitalters immer mehr zum “zweiten” Hobby vieler Taucher geworden. Was an Land recht unkompliziert ist, kann unter Wasser ziemlich schwierig werden, da die physikalischen Bedingungen völlig unterschiedlich sind. Oftmals werden Grundlagen nicht umgesetzt und blaustichige Fotos sind die Folge.

Gestern lag ein Presseexemplar des Buches “Digitale Unterwasserfotografie – Edition ProfiFoto” von Kerstin Bloch in meinem Briefkasten. Das Buch vom mitp Verlag beschäftigt sich mit diesem Thema und richtet sich sowohl an Anfänger als auch an Profis. In dem Buch sind viele Bildbeispiele mit Kameraeinstellungen zu finden, die den Leser praktisch anleiten sollen. Das erste Anlesen zeigte, dass der Aufbau gelungen ist und für Anfänger geeignet ist. Der erste Eindruck war auf jeden Fall positiv. Die Autorin beschreibt viele Dinge, die über die reine “Unterwasserfotografie” hinausgehen. Sie beschreibt z.B. wie man sich gegenüber Fischen verhalten kann/soll, damit schöne Nahaufnahmen auf den Chip gebannt werden. Den letzten Abschnitt widmet die Autorin der digitalen Bildverarbeitung. Sie geht auf Grundlagen im Umgang mit den digitalen Fotos ein und gibt Tipps, wie man seine Fotos gut organisieren kann. Eine gute Organisation in der digitalen Fotografie ist das halbe Leben.

Bereits jetzt kann ich sagen, dass das Buch für Einsteiger gut geeignet ist, aber für erfahrene Unterwasserfotografen das Buch eher ungeeignet ist. In dem Buch wird zwar sehr oft über den Einsatz einer DSLR gesprochen. Das wäre normalerweise kein Kritikpunkt von mir, aber leider geht die Autorin fast ausschließlich auf Olympus Equipment ein. Das hat mich doch massiv gestört, denn Olypmus spielt in der Unterwasserfotografie mit DSLR keine tragende Rolle und bringt viele Nachteile mit sich. Ich empfehle meinen Kursteilnehmer immer wieder im Bereich der DSLR auf ein Mainstreamprodukt zu setzen. Da sind Canon und Nikon einfach Vorreiter und das zurecht.

Die Bebilderung des Buches ist leider ein wenig eintönig, so fehlen z.B. Weitwinkel- oder Fisheyeaufnahmen. Ich habe in dem Buch zwei oder drei Fotos gesehen, die annähernd einem Weitwinkelfoto entsprechen, aber dabei handelt es sich leider um Fotos, die zeigen, wie man es nicht machen sollte. Neben den zwei oder drei Weitwinkelfotos sind ausschließlich Fotos aus dem Makrobereich verwendet worden. Teilweise sind sehr gute Aufnahmen dabei, aber manche Aufnahmen gehören eigentlich nicht in ein solches Buch.

Sehr gut hat mir hingegen gefallen, dass alle Fotos mit den entsprechenden Parametern (Blende, Verschluss) kommentiert wurden. Wenn man ganz penibel ist, fehlt eigentlich noch die ISO Angabe, denn der ISO-Wert ist neben Blende und Verschluss für die Belichtung entscheidend.

erstes Fazit:

Ich sehe das Buch mit gemischten Gefühlen. Ein Anfänger bzw. Einsteiger wird mit diesem Buch seine Freude haben. Das Buch ist klar strukturiert und verständlich geschrieben. Es werden alle wichtigen Zusammenhänge erläutert und anhand von Bildbeispielen praktisch erklärt. Erfahrene Unterwasserfotografen werden keinen Spass an dem Buch haben, weil es viel zu “engstirnig” (in Bezug auf die Ausrüstung) geschrieben ist. Ich weiss aus eigener Erfahrung wieviel Aufwand und Zeit in einem solchen Buch steckt und kann der Autorin zu einem guten Werk für den Einstieg in die Unterwasserfotografie gratulieren.

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