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Drobo: externer Speicher mit BeyondRaid im Test

11. Februar 2010 | keine Kommentare | Geschrieben in IT, persönlich

Seit ein paar Tagen steht ein Drobo auf meinem Schreibtisch. Das Gerät ist zunächst mit drei 1,5 TB Festplatten ausgestattet – kann in der Zukunft, wenn weiterer Speicherplatz benötigt wird, einfach mit einer vierten Festplatten im laufenden Betrieb erweitert werden. Ich habe den Drobo über FireWire 800 an mein MacBook Pro angeschlossen. Das waren die Rahmenbedingungen. Die Inbetriebnahme war sehr einfach. Man muss lediglich die Festplatten in die dafür vorgesehenen Schächte platzieren, die Software auf dem Mac installieren und den Drobo über das FireWire Kabel anschließen. Es erscheint ein kleiner Assistent, der mit Hilfe von ein paar Fragen die Einrichtung des Gerätes übernimmt. Das Handling ist sehr einfach, sodass man kein Speicherspezialist für die Einrichtung sein muss. Nach fünf Minuten war das Drobo einsatzbereit. Die Installation ist wirklich extrem einfach.

Nach der Installation habe ich erstmal ein paar Performance-Tests durchgeführt. Ich bin begeistert. Die Übertragung von großen (mehrere Gigabyte) und vielen kleinen Dateien ist sehr schnell. Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit betrug ungefähr 40 MB/sec, was sich wirklich sehen lassen kann. Ein weiterer Vorteil von FireWire machte sich schnell bemerkbar – das Hostsystem zeigte keine Anstrengungen und die Auslastung ging gegen Null. Bei USB 2.0 werden sicherlich viele das Problem kennen, dass der Host bei Datenübertragungen sehr träge wird. Der Datentransfer über FireWire war auf jeden Fall ein voller Erfolg.

Im Anschluss kopierte ich zwei virtuelle Maschinen (Windows XP) auf den Drobo und startet beide VMs. Wow, der Systemstart war sehr schnell erledigt und man konnte in Programmen wie z.B. Word oder Steuersoftware ohne Ruckeln oder Sanduhr arbeiten. Das zeigt, dass sowohl In- als auch Output stabil laufen. Auch dieser Test wurde mit einer zufriedenen Leistung gemeistert.

Der letzte und wichtigste Test folgte. Das Arbeiten mit RAW-Dateien, die auf dem Drobo liegen. Ich habe einen Teil meiner Lightroom-Bibliothek auf das Drobo kopiert und ein paar Workflows durchgearbeitet. Im Vorfeld hatte ich bzgl. der Reaktionszeit und der Geschwindigkeit ein paar Bedenken, aber diese waren unnötig. Man kann sehr flüssig arbeiten, sogar schneller als auf der internen Festplatte. Man kann das Drobo also nicht nur zur Archivierung nutzen, sondern auch als Arbeitsplattform. Genau diese Lösung habe ich lange gesucht.

Was ist denn nun der große Vorteil von Drobo?

Ein Aspekt ist das Design. Der Drobo ist klein, aber schick. Die Lautstärke hält sich in Grenzen, sodass man das Gerät ohne große Probleme auf dem Schreibtisch stehen kann. Achtung, das hängt natürlich auch von den Festplatten ab. Ich habe energiesparende und sehr leise Festplatten gekauft, da mir ein geringer Lautstärkepegel sehr wichtig ist. Ein weiterer Vorteil sind die zahlreichen Schnittstellen. FireWire 800 und USB 2.0 machen das Gerät sehr vielseitig. Der wohl größte Vorteil ist die RAID-Logik, die in diesem Gerät verwendet wird. RAID0, RAID1 oder RAID5 sind bekannte Vertreter, aber Drobo setzt auf ein sog. BeyondRAID. Der RAID Modus hängt stark von der Anzahl der Festplatten ab. Die größte Priorität liegt jedoch auf der Datensicherheit, d.h. zu jeder Zeit kann eine Festplatte kaputt gehen ohne das man mit Datenverlusten zu rechnen hat. Falls die Daten nicht mehr sicher sind, bekommt man sofort eine Warnung und wird darüber informiert. Um es auf den Punkt zu bringen: Das Gerät ist sehr benutzerfreundlich und man muss sich über verschiedene RAID-Modi keine Gedanken machen, da das System alles selber “managt”. Reicht der Festplattenplatz nicht mehr aus, wird einfach eine weitere Festplatte in das Gerät eingesteckt. Falls alle Festplattenschächte voll sind, kann man sukzessive die Festplatten durch größere Modelle austauschen. Der Datentransport bzw. das Umfrachten von Daten fällt weg. Das Leben kann so einfach sein.

Fazit

Die Anschaffung lohnt sich für Jeden, der ein wenig mehr Datensicherheit mit Komfort haben möchte. Die Perfomance ist auch sehr gut, sodass man auch im Alltag damit sehr gut arbeiten kann. Ein Drobo ersetzt natürlich kein Backup, denn ein RAID oder BeyondRAID schützt nicht vor Benutzerfehlern, aber es gibt eine gewisse Sicherheit, wenn man weiss, was man tut. Ganz klar, kauft Euch ein Drobo und Ihr habt ein paar Sorgen weniger.

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