Home / IT / Blog article: SSD Festplatte im MacBook Pro – der Performance Boost

SSD Festplatte im MacBook Pro – der Performance Boost

16. Februar 2010 | 2 Kommentare | Geschrieben in IT

Aktuell spiele ich mit dem Gedanken eine SSD-Festplatte in mein MacBook Pro einzubauen. Die Technik, die sich hinter SSD verbirgt, ist nun schon ein paar Jahre auf dem Markt verfügbar und preislich deutlich attraktiver geworden. Vor gut einem Jahr gab es einen richtigen Hype um diese “neuen” Festplatten. Mittlerweile sollte jeder wissen, dass diese Speichertechnik nicht nur Vorteile hat.

Was bringt mir denn eine SSD?

Eine SSD-Festplatte verzichtet auf Mechanik, sodass diese Festplatten gegen Stöße und Erschütterungen immun sind. Ein sog. Head-Crash kann nicht passieren, was bei mechanischen Festplatten oftmals der Grund für einen Totalausfall ist. Der Strombedarf ist wesentlich kleiner, was sich im mobilen Einsatz je nach Festplatte bemerkbar macht. Aufgrund der fehlenden Mechanik entstehen keine Geräusche und der Geräuschpegel liegt bei Null. Das ist für sensible Ohren (wie meine) eine richtige Wohltat. Das Hauptargument für den Einsatz von SSD-Festplatten ist aber der immense Geschwindkeitsvorteil gegenüber herkömmlichen Festplatten. Sowohl die Schreib- als auch die Lesegeschwindigkeit können drei bis vierfach schneller sein.

Dieser Geschwindigkeitsvorteil macht sich vor allem beim Arbeiten mit I/O intensiven Programmen bemerkbar. Ein gutes Beispiel ist Lightroom oder Photoshop. Nach dem Einbau der Festplatte wird man merken, dass das gesamte System wesentlich schneller reagiert als vorher.

Doch wo liegen die Schattenseiten?

Die ersten Modelle hatten eine sehr kurze Lebensdauer. Bereits nach ein bis zwei Jahren war schon Schicht und die Festplatte defekt. Das ist natürlich kein Vergleich zu herkömmlichen Festplatten. Das hat sich mittlerweile aber geändert. Aktuelle Modelle haben eine wesentlich längere Lebensdauer, auch wenn es nach wie vor nicht mit mechanischen Festplatten vergleichbar ist. In einem Zeitalter, wo es gigantische Datenmengen gibt, ist man mit einer SSD recht schnell am Ende, denn die Kapazitäten liegen noch immer weit unter dem Durchschnitt. Einhergehend mit der Kapazität ist der extrem hohe Preis. Auch hier gilt, je mehr GByte je mehr kostet die SSD. Eine gute SSD mit 128 GByte Kapazität kostet um die 400 €.

Worauf sollte man beim Kauf einer SSD achten?

Man sollte in erster Linie auf die Schreib- und Lesegeschwindigkeit achten. Die Herstellerangaben sind (wie immer) sehr abenteuerlich. Man sollte einen verlässlichen Praxistest suchen und die Zahlen vergleichen. Das Gleichgewicht zwischen Schreib- und Lesegeschwindigkeit sollte passen. Danach muss man sich die Lebenserwartung anschauen und entscheiden, ob es reicht.

Nach langer Recherche habe ich mich für die Intel SSD X25-M Postville 80 GB entschieden. Es gibt auch eine “gr0ße” Variante mit 160 GB. Die kostet dann allerdings schon 400€ und löst meine Platzprobleme noch immer nicht. Ich gehe deshalb in meinem MacBook Pro einen anderen Weg. Die 80 GB SSD wird dann für OS, Programme und deren Datenbanken sein. Meine Nutzerdaten werden dann auf eine zweite Festplatte gespeichert, die in der SuperDrive Slot kommt. Hierzu werde ich nochmal einen separaten Beitrag verfassen.

Eine andere SSD-Alternative ist von Kingston. Die neue Generation verspricht eine längere Lebensdauer und gute Geschwindigkeitswerte. Leider gibt es noch keine Praxiswerte, da die neue Generation erst vor ein paar Wochen vorgestellt wurde. Wenn sich mein Kauf noch ein wenig verzögert, werde ich mir die SSDs von Kingston nochmal genauer untersuchen.

Ich habe schon einige Systeme mit SSD-Festplatten gesehen und bin wirklich beeindruckt. Aus diesem Grund kann ich die Aufrüstung zu SSD-Festplatten wirklich empfehlen.

Kommentar abgeben 7299 Zugriffe, 4 von heute |

Verwandte Beiträge

Diskussion verfolgen

2 Kommentare to “SSD Festplatte im MacBook Pro – der Performance Boost”

  1. CM Photo Says:

    Würde so eine SSD Festplatte auch in einem alten Macbook Pro funktionieren? Hab eines aus early 2006, also eines der ersten Macbook Pros mit Intel CPU. SSD Platte fürs OS und eben eine externe USB Platte für Daten müsste doch auch eine Große Verbesserung der Performance liefern.


  2. Adrian Says:

    Hallo Christian,

    auch ein Early 2006er MacBook Pro sollte kein Problem damit haben, da SATA abwärtskompatibel ist. Die Größe sollte auch passen.

    Du gehst aber eh keine Gefahr ein, da Du bei Amazon alles kostenfrei innerhalb von 14 Tagen zurückgeben kannst. Du trägst also
    kein Risiko eines Fehlkaufs.

    LG,
    Adrian


Kommentar hinterlassen

-022-021-020-019-018-017-016-015-014-014