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SD-Karte für Canon EOS 60D

8. November 2010 | 1 Kommentare | Geschrieben in Fotografie

Die Canon EOS 60D hat in der Auflösung im Vergleich zum Vorgänger aufgesattelt. Die Folge sind noch größere Bilddaten. Sobald man im RAW-Modus fotografiert und ein paar Videos drehen möchte, steht man schnell vor dem Problem, dass die Speicherkarte schnell voll ist. Canon hat sich in dieser Serie erstmals gegen CF-Karten und für SD-Karten entschieden. Das hat sicherlich mehrere Gründe und bringt sowohl Vorteile, aber auch Nachteile mit sich. Die SD Card Association hat 2009 die dritte Version mit dem Namen SDHX vorgestellt, damit ist es nun theoretisch möglich mehr als 2 Terrabyte auf einer SD-Karte unterzubringen. Außerdem wurde die Geschwindigkeit der kleinen Wunderspeicher verbessert und an die heutigen Herausforderungen angepasst. Aktuell ist der Vorgänger SDHC verbreitet und für die jetzigen technischen Möglichkeiten völlig ausreichend

Die Vorteile einer SD liegen klar auf der Hand. Sie sind deutlich günstiger als CF-Karten und platzsparender. Ein Nachteil hingegen ist die Robustheit. Hier streiten Experten seit Jahren, dennoch wird im Profisegment weiterhin auf CF-Karten bzw. auf eine Mischung aus CF- und SD-Karten gesetzt.

Doch was zeichnet eine gute Speicherkarte aus? Welche SD-Karten eignen sich besonders gut für die Canon EOS 60D?

Die erste Frage stellt sich bei der Größe. Welche Größe sollte die richtige Speicherkarte haben? Hierzu sollte man sein eigenes Foto- und Videoverhalten analysieren und entscheiden. Ich persönlich nehme lieber zwei oder drei “kleinere” Karten und wechsele durch. Das hat zwei Vorteile. Die Belastung der Karte(n) wird verteilt und dementsprechend halten die Karten länger, denn auch bei dieser Technologie kann man keine unbegrenzten Schreib- und Lesevorgänge garantieren. Der nächste, für mich enorm wichtige, Vorteil ist die Redundanz. Wenn man unterwegs ist und womöglich irgendwo im Hinterland von Afrika und das einzige Speichermedium “raucht ab”, ist die Fototour frustrierend zu Ende. Auf der anderen Seite bedeutet es auch, dass man beim Verteilen der Fotos immer Fotos zur Hand hat, selbst wenn eine Speicherkarte mit vielen Bildern während der Lagerung oder Transport kaputt geht. Ich habe aus diesem Grund 4 x 16 GByte für meine Canon EOS 5D Mark II und fahre damit sehr gut. Sicherlich sind auch 2 x 32 GByte oder 1x 64 GByte gut, aber das hat auf der anderen Seite enorme Nachteile. Hinzu kommt, dass man mit einer 16 GByte Speicherkarte genügend Kapazitäten hat und nicht alle 10 Minuten die SD-Karte wechseln muss.

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist die Geschwindigkeit – hier liegen die CF-Karten immer noch im Vorteil, aber durch die dritte Generation der SD-Karten ist die Kluft wesentlich kleiner geworden. Eine schnelle SD-Karte hat viele Vorteile. Der Buffer der Canon EOS 60D ist zwar sehr großzügig dimensioniert, aber wenn man wirklich ein paar RAW-Fotos in schneller Abfolge machen möchte, ist der Buffer auch irgendwann ausgeschöpft. Eine schnelle SD-Karte sorgt dafür, dass der Buffer schnellstmöglich entleert wird und somit wieder genügend Ressourcen für weitere Fotos zur Verfügung stehen. Im Hinblick auf das neue Feature dieser Kameraserie “HD-Videos” sollte man wissen, dass eine gewisse Grundgeschwindigkeit der SD-Karte vorausgesetzt wird, denn der Buffer wird stetig gefüllt und muss mit einer stabiler Datentransferrate entleert werden, da es ansonsten zu unschönen Aussetzern während der Aufnahme kommen kann. 15 MB pro Sekunde sind am Rande der Möglichkeiten, man sollte sich eher für die SD-Karten mit 30 MB pro Sekunde Transferrate entscheiden. Man sollte außerdem bedenken, dass mit einer schnelleren Speicherkarte die Daten auch schneller auf den Computer übertragen werden können, was z.B. bei 16 GByte schon sehr lange dauern kann. Im ersten M0ment kein Beinbruch, aber mit der Zeit sehr nervig.

Ich habe in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen mit SanDisk gemacht. Wenn es etwas günstiger sein soll, dann ist die Sandisk SDHC 16GB (20MB/Sec.) ein guter Kompromiss. Man bekommt eine stabile und solide Speicherkarte mit ausreichend Speicher. Wenn man auf der sicheren Seite sein möchte, dann empfehle ich die SanDisk SDHC Extreme 16GB (30 MB/sec.). Mit dieser Speicherkarte hat man genügend Leistungsreserven und der Transfer zum Computer ist auch komfortabel. Wenn man keine zwei Karten nutzen möchte, ist die SanDisk Extreme SDHC 32GB die richtige Wahl.

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